Freitag, 8. Januar 2016

Hawaii Teil 2 - Kaua'i

Morgenstund hat Gold im Mund

Bei 12 Stunden Zeitverschiebung hatte ich echte Probleme erwartet. Doch sie macht uns kaum was aus. Allerdings bin ich die ersten Tage ziemlich früh wach. Das ist aber gar nicht so schlecht, denn wie soll man sonst zum Sonnenaufgang fotografieren? Der Strand ist gerade mal 20-30m entfernt.
Ich dachte eigentlich, dass sonst niemand sonst so früh aufsteht, doch da lag ich völlig falsch. Es sind einige unterwegs. Und die meisten haben eine Kamera dabei.

Sonnenaufgang auf Kaua'i

Der Strand ist gerade mal 20-30m entfernt.
Ich dachte eigentlich, dass sonst niemand so früh aufsteht, doch da lag ich völlig falsch. Es sind doch ein paar schon  unterwegs. Und die meisten haben eine Kamera dabei.

Eine Frau ärgert mich richtig. Es gibt da ein Holzstumpf der richtig toll aussieht. Ein ideales Motiv, doch sie benutzt ihn als Stativ, und zwar für ihr Handy. Und danach steht sie rum und telefoniert. Na ja, es ist nicht mein Strand. Sie hat das gleiche Recht hier zu sein wie ich auch. Also denke ich mir, morgen ist auch noch ein Tag. Doch was soll ich sagen, Am nächsten Morgen ist sie wieder da. Die gleiche Stelle und wieder fummelt sie mit ihrem Handy rum. Diesmal bitte ich sie freundlich für einen Moment zur Seite zu gehen. Irgendwie bekommt sie das aber in den falschen Hals, denn sie räumt insgesamt das Feld. Egal, um so mehr Zeit für mich.



Heiß umkämpfter Platz am frühen Morgen
Was mir noch fehlt ist eine Langzeitbelichtung. Also platziere ich mein Stativ recht nah an den Wellen um das Motiv richtig einzufangen.


Zum Glück hatte ich die Wellen im Auge, denn ja näher man ans Wasser geht um so höher werden die Wellen. Eine ist richtig kräftig und ich muss das Stativ hochheben damit die Kamera nichts abbekommt. Hätte ich mal bloß vorher die Schuhe ausgezogen. Na ja, hier trocknet ja alles recht schnell. Zuhause merke ich dann, dass nicht nur die Nässe ein Problem ist. Die kleineren Wellen haben das Stativ ein wenig umspült und anscheinend ein wenig Vibrationen erzeugt. So richtig knackscharf ist das Bild leider nicht. Sei es drum,  mir gefällt es trotzdem.

Erste Eindrücke

Am ersten Tag machen wir eine kleine Inselrundfahrt. Wir sind in Kapaa und erkunden von hier aus den Osten der Insel. Das Zentrum der Insel ist ein Berg, ein alter Vulkan. Die Wolken sammeln sich hier immer, so dass es recht bewölkt ist, je näher man an den Berg kommt. Der Strand an sich hat meist gutes Wetter, da er etwas weiter weg ist.

Wir starten mit der klassischen Tour und fahren zuerst zu den Opaeka'a Falls. Liest sich eindrucksvoll im Reiseführer. Ist in Realität allerdings eher  unspektakulär. Es gibt einen Parkplatz von dem aus man die Falls sieht.

Leider finden wir keinen Fußweg um ein wenig näher heran zu kommen.

Einer der ersten interessanter Punkte ist ein wenig weiter  der Kilauea Point National Wildlife Refuge.
Lighthouse am Kilauea Point
Das Lighthouse ist auf den ersten Blick das Highlight, aber in Wirklichkeit sind es die Vögel. Leider kenne ich mich nicht aus, aber sie waren schon recht eindrucksvoll

Weiter ging es in Richtung Hanalei. Vor dem Ort ist ein Unikum. Eine einspurige Brücke. Vor der Brücke bilden sich regelmäßig lange Staus. Und das ist anscheinend gewollt. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Einwohner sich gegen einen Ausbau ausgesprochen haben, denn sie wollen somit den Verkehr begrenzen. Große Busse kommen hier übrigens nicht mehr weiter.

Bei Hanalei sind die Felder im Schatten des Vulkans. Hier machen wir dann auch die erste Erfahrung mit den Wolken die sich am Berg sammeln.

Hanalei Valley - die Berge sammeln die Wolken

Ein paar Kilometer weiter und eine Stunde später sieht es wieder ganz anders aus.


Ke'e Beach
Hier beginnt auch der Wanderweg an der Na Pali Coast entlang. Leider ist es für eine richtige Wanderung zu spät und wir testen den Weg nur an. Das Bild hier ist keinen Kilometer vom Strand entfernt gemacht worden.

Kalalau Trail

Wenn übrigens im Reiseführer steht, das man des öfteren Regenbogen zu sehen bekommt, dann heißt das übersetzt, es regnet des öfteren. Das muss nicht immer störend sein. In diesem Fall waren wir ganz angetan.

Kalalau Trail (Rückweg)

Auch diesmal trennen die letzen zwei Bilder gerade mal so um die 100m und eine halbe Stunde.

Spouting Horn

Richtung Westen müssen wir erst mal durch Lihue durch um zu den Attraktionen auf der anderen Seite der Insel zu kommen. Das Spouting Horn ist unser Ziel.

Spouting Horn
Es handelt sich um einen Meeresgeysir. Durch einen unterseeischen Lavatunnel pressen die Wellen das Wasser um oben eine bis zu 10m hohe Fontäne zu erzeugen. Das ist auf Anhieb erst mal eindrucksvoll, doch die Felsen drum her haben auch  noch einiges zu bieten.

Beim Spouting Horn

McBride Garden

Dreht man sich um, Richtung Inland, sieht man fast schon den Eingang zum Pacific Tropical Botanical Garden.  Hier kann man  den Allerton und McBryde Garden besuchen. Wir entscheiden uns für McBryde Garden, da der Eintritt halb so teuer im Vergleich zu dem Allerton Garden ist und, wesentlich wichtiger, man den Garden zu Fuß entdecken kann. Im Allerton Garden wird man ausschließlich mit einem Tour Bus durchgefahren.

Mit dem Bus werden wir am Allerton Garden vorbei in den dahinter liegenden McBryde Garden gefahren. Dabei erfahren wir, dass hier Teile von Jurassic Park gedreht wurden. Der Blick auf den Strand ist auch wirklich eindrucksvoll.
Strand im Allerton Garden

Bei dem McBridge Garten handelt es sich um eine alte Plantage.

An eine paar Stellen findet sich noch Teile der alten Anlagen. Der Garden ist in einigen Bereichen recht wild und daher abwechslungsreich genug um hier ein paar Stunden zu verbringen.

Genau das Richtige um die Seele baumeln zu lassen.


Fortsetzung mit Teil 3 - One of the wettest Spots of the World

Alte Folgen:

Keine Kommentare: