Samstag, 2. Januar 2016

Hawaii Teil 1 - Frankfurt - Kaua'i

Auf unserer Hochzeitsreise beschlossen wir zur Silbernen Hochzeit nach Hawaii zu fahren. Nun, dieses Jahr war es soweit und wir setzten den Plan tatsächlich um. Normalerweise organisieren wir Reisen in die USA selbst, doch irgendwie wollte es nicht so richtig. Die Lektüre der Reiseführer brachte uns nicht so wirklich weiter und das Inselhopping ist buchungstechnisch eine kleine Herausforderung. Daher buchten wir über eine individuelle Reise über CANUSA. Die Beratung war gut und der Preis in Ordnung.

Anreise

Am Montag dem 20. April ging es los. Die erste Etappe war der Flug mit Lufthansa von Frankfurt nach Los Angeles. Da das Motto von Lufthansa des öfteren "we love to strike" heißt und natürlich entsprechende Meldungen zu hören waren, hielten wir ein wenig die Luft an. Doch es klappte, keine Streiks. Wir hatten das Gepäck schon am Sonntag aufgegeben, da wir durch die Geschäftsreisenden einen starken Betrieb erwarteten. Doch weit gefehlt, gähnende Leere an den Schaltern. So hatten wir auch Zeit für ein wenig Spass mit der Passkontrolle. Hier gab es zwei Automaten. Den Pass einscannen, ein Bild wird gemacht und abgeglichen und schon kann man durch sich öffnende Schranken weiter. Doch die Technik hat Tücken. Ich war ein wenig schneller und die Schranken öffneten sich schon, als meine Frau mich fragte wie herum der Pass einzuscannen ist. Die paar Sekunden Verzögerung für die Antwort reichten aus, die Schranken schlossen sich wieder. Kein Problem dachte ich und drückte mich noch hindurch. Das hat dann einen Sabotagealarm ausgelöst und mein Pass musste am Schalter direkt hinter den Schranken manuell geprüft werden. Die Anlage selbst war bis zum einem Reset erst mal ausser Betrieb. Das geht zwar schnell, aber ist das wirklich sinnvoll?

An Bord hörten wir dann als erstes, dass ein Reifen beschädigt ist und wir eine Stunde später abfliegen. Trotz dieser Verspätung kamen wird pünktlich in Los Angeles an. Uns fiel ein Stein vom Herzen. Der Service an Bord war übrigens erstklassig. Die A380 hingegen  im Innenraum ein wenig klapprig. Einige Sitze konnten zuerst nicht in die senkrechte Position gebracht werden und bei den Sitzen vor der Trennwand hielt ein Monitor nicht in die Position. Kleinigkeiten, aber für so ein neues Flugzeug irgendwie ungewöhnlich. In Los Angeles ging es dann durch die Einreisekontrollen. Hier gibt es auch die elektronische Einreise für Reisende, die schon mal mit Esta eingereist waren. Nichts für uns, wir waren schon länger nicht mehr in den USA. Und mal ehrlich, an den Automaten kann man ab und an auch verzweifeln.

Der Anschlussflug nach Lihue auf Kaua'i war mit United Airline. Leider scheint diese Fluglinie so eine Art Ryan Air zu sein. Getränke auf Nachfrage, Essen nur gegen Bezahlung (als die Stewardess bei uns ankam hatte sie nur noch Chips). Und das auf einem 6 Stunden Flug. Das Flugzeug war auch schon älter. Jedenfalls hatte es noch Röhrenmonitore zentral an der Decke im Gang. Sowas habe ich schon länger nicht mehr gesehen. Egal, wir kamen pünktlich in Lihue an.

Ankunft auf Hawaii

Lihue ist ein kleiner Ort und entsprechend groß ist der Flughafen. Das ist richtig entspannend, denn nach 22 Stunden Anreise (ohne die Fahrt nach Frankfurt) und 12 Stunden Zeitverschiebung waren wir doch recht müde. Was uns sofort auffiel, beim Flughafengebäude fehlten im öffentlichen Teil die Aussenwände. Alles war offen. Das Klima ermöglicht es, richtig kalt wird es hier nie. Auch die Gepäckausgabe war schnuckelig. Zwei kleine Bänder, allerdings für jedermann zugänglich. Misstrauige Naturen sollten sich also beeilen an das Band zu kommen. Jetzt wurde es spannend. Hat das Gepäck, welches in Los Angeles neu eingecheckt wurde, es geschafft? Nach endlosen Minuten kamen unsere Koffer und das Abenteuer Hawaii konnte beginnen

Als Auto hatten wir uns für einen Jeep Wrangler entschieden. Wer Autovermietungen kennt weiß, das ein guten Teil des Geschäfts die Versicherungen sind. CANUSA hatte uns zwar gut vorbereitet, doch Alamo hatte nachgezogen. Jetzt gibt es die Road Assistance Versicherung. Also ein Schutzbrief für Pannen. Die freundliche Dame am Schalter meinte natürlich, sie würde diese auf alle Fälle nehmen, das wäre wirklich wichtig. Wie entschieden uns dagegen und verliesen die Station mit einem leicht mulmigen Gefühl. Bei Alamo bekommt man übrigens sein  Fahrzeug nicht direkt zugewiesen, sondern kann sich innerhalb seiner Kategorie eins frei raus auswählen. Das ist richtig Klasse. Wir hatten eine zweitürigen Jeep gemietet und hier gab es nur die größeren Modelle. Super, Platz ohne Ende.

Die Fahrt zum Hotel war nicht so ohne. Es war mittlerweile so um 20:30 Uhr und somit finstere Nacht. Eine genaue Karte von der Insel hatten wir nicht, aber zum Mietwagen bekommt man Hefte mit ganz guten Karten. Ich hatte zum Glück vorgesorgt und mir eine Offline Navisoftware auf mein Handy geladen. Das war eine sehr gute Idee, denn unser Hotel "Aston Islander on the Beach" lag etwas entfernt von der Hauptstraße und ist nicht ausgeschildert. Ohne die App wären wir bestimmt ein paar mal an der Abfahrt vorbei gefahren. Am Hotel gab es dann keinen Parkplatz mehr, alles war schon voll. Doch kein Problem. Die Dame an der Rezeption war irre freundlich. Sie gab uns ihren Angestelltenparkplatz und fuhr ihren Wagen auf einen Parkplatz der weiter entfernt war. So ein Service ist uns noch nie passiert. Klasse

Aston Islander on the Beach
Die Hotelanlage besteht auf mehreren Gebäuden, jedes zwei Stockwerke hoch. Wir hatten zwar ein "Gartenblick Zimmer" konnten jedoch noch ein wenig vom Meer sehen und, was wichtiger war, das Rauschen der Wellen hören. Dadurch das wir im zweiten Stock waren konnten wir auch die Balkontür nachts auflassen und nahmen das Hawaii Feeling so richtig auf. Todmüde fielen wir in die Betten.

Am nächsten Morgen weckte uns Vogelgezwitscher und das Krähen eines Hahns. Wir waren von der Geräuschkulisse ganz angetan. Hühner waren das letzte was wir mit Hawaii verbunden hätten. Insbesondere in einer Hotelanlage. Später lernten wir dann, dass die Hühner wild sind und überall auf der Insel rumliefen. Ein Guide meinte im Scherz, jeder Tourist müsse mindestens 3 Hühner essen um der Plage her zu werden. Na ja, so schlimm war es dann doch nicht.  Noch vor dem Frühstück zog es uns an den Strand. Es war noch recht früh und das Licht noch richtig gut. Wir waren auf Hawaii

Der erste Morgen auf Kaua'i
Fortsetzung mit Teil 2 - Kaua'i

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