Montag, 3. Februar 2014

Warum ich für Tabletop kein Blitzlicht mag

Ich habe zwei Studioblitze und trotzdem benutze ich für Tabletop- und Makroaufnahmen Dauerlicht. Dafür habe ich mir bei eBay ganz billige Tageslicht Leuchtstofflampen mit Stativ und kleinen 40x40cm Softboxen gekauft.


Der Grund hierfür: das Spiel mit der Tiefenschärfe. Ich variiere gerne mal die Blende. Oft ist es im Sucher nicht klar vorhersehbar welche Blende die Richtige ist. Dann mache ich schnell 3 bis 4 Aufnahmen. Von offener Blende bis hin zu weit abgeblendet. Später am Computer wird die Richtige Aufnahme aussortiert.

Und das ist mit Dauerlicht ganz einfach: Die Kamera kommt auf ein Stativ (muss sie eh wegen dem Fokusieren) und dann wird einfach bei Zeitautomatik die Blende geändert.
Mit den Blitzen wird es dagegen kompliziert. Hier hat die Belichtungszeit an der Kamera keinen Einfluss auf die Bildhelligkeit. Alles wird über die Blende und die Blitzleistung geregelt. Mal abgesehen davon, dass bei Tabletop meist zuviel Licht aus den Blitzen kommt und daher mit offener Blende oft nichts geht, muss bei jeder Änderung der Blende die Blitzleistung nachreguliert werden. Das ist selbst bei teuren Blitzen unkomfortabel. Bei meinen billigen Wallimex ist es auch noch ziemlich ungenau.


Im übrigen ist es bei Dauerlicht unheimlich einfach kleine Akzentlichter zu setzen. Einfach eine Taschenlampe, ein paar Lee Folien für die Farbtemperatur und schon kann man gezielt kleine Spots einbauen.




Die Beleuchtung bei diesem Bild waren zwei LED Taschenlampen. Die im Hintergrund ist ein Stab mit 6 LEDs. Das Auto wurde mit einer normaleren Taschenlampe von vorne angestrahlt. Die Taschenlampen hatte ich mit Klemmen an Stativen befestigt, so dass das Licht exakt ausgerichtet werden konnte.

Nicht viel Arbeit und das ganze Licht hat gerade mal 15€ gekostet.

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